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Forschung

Aktuell werden in Mecklenburg-Vorpommern zwei Forschungsvorhaben zum Thema Wolf durchgeführt. Im Rahmen des Projekts “Wolfstelemetrie in Mecklenburg-Vorpommern” sollen einzelne Wölfe mittels GPS-Halsbandsendern ausgestattet werden.

Die „Untersuchungen zu Wölfen und Damwild“ spielen eine wichtige Rolle bei der Minimierung des Konfliktfeldes Wolf-Wild-Jagd. Es werden solide Daten zum Einfluss des Wolfes auf Schalenwild benötigt, um langfristig eine nachhaltige Jagd durch den Menschen zu sichern.

Wolfstelemetrie in Mecklenburg-Vorpommern

Aktuell werden in Mecklenburg-Vorpommern zwei Forschungsvorhaben zum Thema Wolf durchgeführt. Im Rahmen des Projekts “Wolfstelemetrie in Mecklenburg-Vorpommern” sollen einzelne Wölfe mittels GPS-Halsbandsendern ausgestattet werden.

Wie im Managementplan für Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern festgehalten, soll langfristig versucht werden, im Rahmen des dauerhaften Monitorings auch Wölfe mit Sendern auszustatten. Dieses Vorhaben wird aus Mitteln der Jagdabgabe von Mecklenburg-Vorpommern finanziert und auch durch den Landesjagdverband M-V und den Bundesforstbetrieb Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterstützt. Neben ihrem Einsatz beim Monitoring bringen sich die Jäger und Förster des nordöstlichsten Bundeslandes auch auf diesem Wege beim Thema Wolf intensiv ein.

Seit 2012 wurde versucht, Wölfe mit GPS-Halsbandsendern zu markieren. Im Oktober 2015 konnte ein erster Wolf des Lübtheener Rudels gefangen und mit einem Sender markiert werden.

Kontakt:
TU Dresden • Professur für Forstzoologie • Pienner Str. 7 • D-01737 Tharandt •
Telefon: 0351 /463 31371 • http://tu-dresden.de/forst/zoologie

Ansprechpartner:

Dr. Norman Stier, E-Mail: stier@forst.tu-dresden.de, Tel.: 0171 / 48 59 789

Wolfsrüde WR1 “Arno” mit GPS-GSM-Halsbandsender

Foto: N. Stier & Meißner-Hylanová

Wolfsrüde WR1 “Arno” als Jährlingsrüde am 04.07.2016 mit Fotofalle erfasst

Wolfsrüde WR1 “Arno” als Jährlingsrüde am 18.09.2016 mit Fotofalle erfasst

Untersuchungen zu Wölfen und Damwild

Mit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ergeben sich für die Jäger eine Reihe von zusätzlichen Aufgaben und Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Die Jagd wird teilweise schwieriger und der Anteil der Wolfsbeute muss bei einigen Wildarten unbedingt beim Jagdbetrieb und Wildtiermanagement berücksichtigt werden. Im Projekt werden die Wechselwirkungen von Wolf und Damwild untersucht, um langfristig die Entwicklung der Damwildbestände und deren Bejagung bewerten zu können, wenn Wölfe mitjagen.

Das Vorhaben wird in enger Abstimmung zwischen dem Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern, dem  Bundesforstbetrieb Vorpommern-Strelitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem  Forstamt Jasnitz der Landesforstanstalt und dem Land Mecklenburg-Vorpommern durch die TU Dresden – Professur für Forstzoologie – AG Wildtierforschung durchgeführt. Finanziell unterstützt wird das Projekt bisher aus Mitteln der Jagdabgabe des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie durch den Deutschen Jagdverband e. V. und den Freundeskreis freilebender Wölfe e. V.

Weitere finanzielle Unterstützung ist herzlich willkommen.

Neben Untersuchungen von Wolfskot und gerissenen Beutetieren aus dem gesamten Bundesland steht die parallele Telemetrie von Wölfen und Damwild in zwei Untersuchungsgebieten (Ueckermünder Heide & Forstamt Jasnitz) im Fokus. Hierfür werden Wölfe und ausgewachsenes Damwild mit GPS-GSM-Halsbandsendern ausgestattet. Weiterhin sollen frisch gesetzte Damkälber mittels Miniaturohrmarkensendern markiert werden. Die Telemetrie wird Informationen zur Raumnutzung und zum Verhalten von Damwild in Wolfsvorkommen bereitstellen.

Es wird darum gebeten, markiertes Damwild (Halsband und/oder Ohrmarken) nicht zu erlegen  und Sichtbeobachtungen möglichst mit abgelesener Nummer zu melden.

Kontakt:
TU Dresden • Professur für Forstzoologie • Pienner Str. 7 • D-01737 Tharandt •
Telefon: 0351 /463 31371 • http://tu-dresden.de/forst/zoologie

Ansprechpartner:

Dr. Norman Stier, E-Mail: stier@forst.tu-dresden.de, Tel.: 0171 / 48 59 789

Damhirsch H12 „František“ mit GPS-GSM-Halsbandsender

Foto: N. Stier

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