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Wolf in Mecklenburg-VorpommernInformationsportal des Landes zum Wolf

Wolfsdatenbank

Wolf und Mensch

Wolf erkennen

Beobachtungen, Spuren, Losung, Rissmerkmale und Lautäußerungen

Wölfe werden leicht mit wolfsähnlichen Hunden verwechselt. Beobachtungen sollten deshalb möglichst mit Foto oder Video belegt werden. Auch Spuren, Losung und Risse lassen sich mit etwas Übung zuordnen – und sind wertvolle Hinweise für das Wolfsmonitoring. Kein einzelnes Merkmal ist beweisend; im Zweifel entscheidet die DNA-Analyse.

Schnellcheck: Wolf oder Hund?

1

Spur im geschnürten Trab: Hinterpfote genau im Vorderpfotenabdruck, über 100 m und mehr in einer Linie – bei Hunden nur teilweise überlappend.

2

Riss mit gezieltem Kehlbiss: wenige tiefe Löcher an der Kehle, sonst kaum Verletzungen, Beute in Deckung verschleppt und weitgehend gefressen.

3

Foto oder Video: Der sicherste Nachweis. Helle Wangen, Überaugenflecken, kleine aufrechte Ohren, herabhängender Schwanz.

Merkmale im Einzelnen

Ein Wolf mit graubraunem Fell steht seitlich auf einer Lichtung.

Aussehen

  • schäferhundähnlich, sehr hochbeinig
  • kleine, immer aufrechte Ohren, hängender Schwanz
  • helle Wangen, Überaugenflecken, helles Maul
Alle Merkmale
graubraunes Fell, einige Tiere mit deutlichem Sattelfleck. Foto: N. Stier
Wolfsspur im Sand mit Doppeltritt.

Spuren

  • Trittsiegel 8–10 cm lang, 7–9 cm breit, vier Zehen mit Krallen
  • geschnürter Trab: Hinterpfote im Vorderpfotenabdruck
  • Schrittlänge 1,1–1,4 m, lange Strecken auf Wegen
Alle Merkmale
Vorderpfoten etwas größer als Hinterpfoten; Verwechslungsgefahr mit Hundespuren ähnlicher Größe. Foto: N. Stier
Wolfslosung auf einem Sandweg.

Losung

  • auf oder am Rand von Wegen, oft an markanten Objekten
  • 2,5–3 cm dick, mehr als 20 cm lang
  • Haare, große Knochenstücke, Schalen, Zähne
Alle Merkmale
riecht frisch typisch nach Wolfslosung; sichere Artzuordnung nur per DNA-Analyse. Foto: N. Stier
Nahaufnahme der Kehle eines gerissenen Tieres mit Eckzahnabdrücken.

Rissmerkmale

  • gezielter Kehlbiss, Eckzahnabstand 30–40 mm
  • Unterhautblutungen nur an der Kehle
  • Beute 20–50 m verschleppt, Bauchraum zuerst geöffnet
Alle Merkmale
Magen und Darm bleiben liegen; bei großen Beutetieren bleiben nur sehr große Knochen übrig; ungestört kehrt der Wolf zum Riss zurück. Foto: N. Stier
Ein vom Wolf gerissenes Rotwildkalb im Gras.

Typisch Hund

  • viele Verletzungen über den Körper verteilt
  • Bisse in Keule, Rücken, Vorderlauf
  • wenig gefressen, kaum verschleppt
Alle Merkmale
Vorsicht: Erfahrene Jagdhunde töten mitunter mit gezieltem Kehlbiss – dann bleibt die geringe gefressene Fleischmenge der einzige Hinweis. Foto: N. Stier

Lautäußerungen

  • nur das Heulen ist für das Monitoring relevant
  • über mehrere hundert Meter hörbar
  • Wölfe antworten teils auf nachgemachtes Heulen
Alle Merkmale
In der Nähe von Siedlungen bleibt die Verwechslungsgefahr mit Hunden.

Hinweis melden

Sichtungen, Fotos, Videos, Spuren und Losung melden Sie bitte in der Wolfsdatenbank M-V. Nutztierrisse, Totfunde und auffälliges Verhalten melden Sie telefonisch über die Wolfshotline 0170 765 88 87.

Sie haben einen Wolf gesehen?

Beobachtungen, Fotos, Videos, Spuren und Losung helfen, das Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern zu dokumentieren. Auffälliges Verhalten, Nutztierrisse und Totfunde melden Sie bitte telefonisch über die Wolfshotline 0170 765 88 87 (täglich 6:30 bis 18:30 Uhr, danach Mailbox mit Rückruf).

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