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Wolf in Mecklenburg-VorpommernInformationsportal des Landes zum Wolf

Wolfsdatenbank

Monitoring und Daten

Forschung

Telemetrie und Untersuchungen zu Wölfen und Damwild

In Mecklenburg-Vorpommern laufen zwei Forschungsvorhaben zum Wolf. Die Wolfstelemetrie stattet einzelne Wölfe mit GPS-Halsbandsendern aus und liefert Daten zu Raumnutzung und Wanderungen. Die Untersuchungen zu Wölfen und Damwild klären, wie sich der Wolf auf Schalenwild auswirkt – eine Grundlage, um Jagd und Wildtiermanagement langfristig nachhaltig zu gestalten.

Projekt 1

Wolfstelemetrie in Mecklenburg-Vorpommern

Wie im Wolfsmanagementplan Mecklenburg-Vorpommern 2021 (PDF, 2,4 MB) festgehalten, sollen im Rahmen des dauerhaften Monitorings langfristig auch Wölfe mit Sendern ausgestattet werden. Seit 2012 wird versucht, Wölfe mit GPS-Halsbandsendern zu markieren; im Oktober 2015 konnte ein erster Wolf des Lübtheener Rudels gefangen und besendert werden.

Das Vorhaben wird aus Mitteln der Jagdabgabe des Landes finanziert und vom Landesjagdverband M-V sowie dem Bundesforstbetrieb Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterstützt. Neben ihrem Einsatz beim Monitoring bringen sich Jägerinnen, Jäger und Forstleute auch auf diesem Weg intensiv beim Thema Wolf ein.

Auf einen Blick

Seit
2012, erster besenderter Wolf im Oktober 2015 (Lübtheener Rudel)
Methode
GPS-GSM-Halsbandsender
Finanzierung
Jagdabgabe des Landes M-V
Durchführung
TU Dresden, Professur für Forstzoologie, AG Wildtierforschung
Ein junger Wolfsrüde mit GPS-Halsbandsender liegt betäubt auf einer Decke, daneben Hände des Forschungsteams.
Wolfsrüde WR1 „Arno“ mit GPS-GSM-Halsbandsender. Foto: N. Stier & Meißner-Hylanová
Fotofallenaufnahme eines Wolfs mit Halsbandsender auf einem Waldweg.
WR1 „Arno“ als Jährlingsrüde, Fotofalle vom 04.07.2016
Fotofallenaufnahme eines Wolfs mit Halsbandsender bei Nacht.
WR1 „Arno“ als Jährlingsrüde, Fotofalle vom 18.09.2016
Projekt 2

Untersuchungen zu Wölfen und Damwild

Mit der Rückkehr der Wölfe ergeben sich für die Jagd zusätzliche Aufgaben: Die Jagd wird teilweise schwieriger, und der Anteil der Wolfsbeute muss bei einigen Wildarten im Jagdbetrieb und Wildtiermanagement berücksichtigt werden. Das Projekt untersucht die Wechselwirkungen von Wolf und Damwild, um die Entwicklung der Damwildbestände und deren Bejagung langfristig bewerten zu können, wenn Wölfe mitjagen.

Neben Untersuchungen von Wolfskot und gerissenen Beutetieren aus dem gesamten Land steht die parallele Telemetrie von Wölfen und Damwild in zwei Untersuchungsgebieten im Fokus: Ueckermünder Heide und Forstamt Jasnitz. Wölfe und ausgewachsenes Damwild erhalten GPS-GSM-Halsbandsender, frisch gesetzte Damkälber Miniatur-Ohrmarkensender. Die Telemetrie liefert Informationen zur Raumnutzung und zum Verhalten von Damwild in Wolfsvorkommen.

Bitte mithelfen: Markiertes Damwild (Halsband oder Ohrmarken) nicht erlegen und Sichtbeobachtungen möglichst mit abgelesener Nummer melden.

Berichte

Auf einen Blick

Gebiete
Ueckermünder Heide, Forstamt Jasnitz
Methode
Telemetrie von Wölfen und Damwild, Kot- und Rissanalysen
Finanzierung
Jagdabgabe M-V, Deutscher Jagdverband, Freundeskreis freilebender Wölfe – weitere Unterstützung ist willkommen
Durchführung
TU Dresden, AG Wildtierforschung
Ein Damhirsch mit GPS-Halsbandsender steht am Waldrand.
Damhirsch H12 „František“ mit GPS-GSM-Halsbandsender. Foto: N. Stier

Kontakt zur Forschung

TU Dresden · Professur für Forstzoologie · AG Wildtierforschung
Pienner Straße 7, 01737 Tharandt · Telefon 0351 463 31371 · tu-dresden.de/forst/zoologie

Ansprechpartner: Dr. Norman Stier · stier@wildundforst.de · 0171 485 97 89

Sie haben einen Wolf gesehen?

Beobachtungen, Fotos, Videos, Spuren und Losung helfen, das Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern zu dokumentieren. Auffälliges Verhalten, Nutztierrisse und Totfunde melden Sie bitte telefonisch über die Wolfshotline 0170 765 88 87 (täglich 6:30 bis 18:30 Uhr, danach Mailbox mit Rückruf).

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